Die Klepperer waren unterwegs in der Verbandsgemeinde


Zwischen Karfreitag und der Osternacht schweigen die Glocken der Kirchen in Erinnerung an den Kreuzestod Jesu. Die Glocken seien – so die Legende – nach Rom zur Segnung geflogen und kommen erst wieder zu Ostern zurück. In der Zwischenzeit wird bei uns noch in einigen Dörfern von Kindern „gekleppert“. Der Lärm der hölzernen Ratschen und Kleppern hat eine lange Tradition.

Am Karfreitagmorgen trafen sich die Klepperer in Ramstein am Mehrgenerationenhaus neben der Pfarrkirche. Dort wurden die Gruppen gebildet und die verschiedenen Routen durch den Ort eingeteilt und dann ging es auch schon los. Mit Ratschen, Kleppern und Klappern zogen die jungen Leute morgens um acht, am Mittag und gegen Abend um 18 Uhr durch die Straßen mit ihren Kleppern, unterbrochen von verschiedenen Rufen. Auch am Samstagmorgen drehen die Klepperer noch einmal ihre Runde bevor es dann ans Sammeln geht mit dem Spruch: „Wir haben gekleppert bis zum heutigen Tag und bitten um eine Ostergab´“.

Und Ostergaben gab es reichlich. Dabei wurde nicht nur Geld für die Kinder- und Jugendarbeit der Pfarrei gesammelt, sondern auch jede Menge Süßigkeiten, die sich die fleißigen Klepperer teilen durften. Und natürlich erhielt auch jedes Kind seinen verdienten „Klepperlohn“.

Fast 40 Kinder und Jugendliche waren in Ramstein in sieben Gruppen unterwegs, um zu kleppern und zu sammeln. Einige Eltern hatten samstags wieder ein Essen für die Klepperer mit Würstchen, Rohkost und Eis im Pfarrhaus in Ramstein vorbereitet und empfingen die fleißigen Jungs und Mädchen um die Mittagszeit zur gemeinsamen Mahlzeit. Auch in Obermohr uns in Hütschenhausen waren Jungs und Mädchen am Karfreitag und Karsamstag mit ihren Ratschen unterwegs.

Eine schöne Tradition, die hoffentlich noch lange fortgeführt wird und ein tolles Gemeinschaftserlebnis für die jungen Leute.