Glockenturm der katholischen Kirche Steinwenden wird abgetragen


Der Glockenturm an der katholischen Kirche St. Josef in Steinwenden wird eingerüstet und nach und nach abgetragen. Der Turm, der wohl ursprünglich für ein Läutewerk vorgesehen war, hatte seinen Zweck nie erfüllt. Stattdessen begann der Beton in den letzten Jahren immer wieder zu bröckeln, so dass ein Schutznetz aufgespannt werden musste. Die Frage war nun: Abriss oder Sanierung. Sowohl der Gemeindeausschuss als auch der Verwaltungsrat der Pfarrei Hl. Wendelinus waren sich einig, dass der Turm, der im Grunde nutzlos ist, abgetragen werden sollte.

Nach der Zusage vom Bistum in Speyer und der Zuschusszusage der Diözese beginnen am Montag, 20. April, die Gerüstbauarbeiten. Am 27. April wird ein großer Kran auf dem Parkplatz neben dem Turm aufgestellt, der die Einzelteile abhebt, die scheibchenweise abgesägt werden und auf einen Tieflader zum Abtransport verladen werden. Rund zweieinhalb Wochen sind für die Bauarbeiten vorgesehen. Bis zum 13. Mai sollen die Arbeiten beendet sein, die von der Firma Korz Baggerbetrieb GmbH aus Enkenbach-Alsenborn ausgeführt werden.

Um die Baustelle werden Halteverbote angeordnet. Der öffentliche Parkplatz südwestlich des Glockenturms wird für die Dauer der Baumaßnahme gesperrt. Die Freiherr-von-Ketteler-Straße wird halbseitig gesperrt. Ein Zugang zur Kirche wird nach wie vor möglich sein.

Die moderne katholische Kirche in Steinwenden wurde 1966 bis 1967 nach Plänen der Architekten Paul und Hans Klostermann aus Kaiserslautern erbaut. Der Glockenturm wurde etwas später errichtet, war aber nie mit Glocken ausgestattet.