Neujahrsempfang im Mehrgenerationenhaus Ramstein


Es ist eine lange und liebgewonnene Tradition im Ramsteiner Mehrgenerationenhaus (MGH), zu Beginn eines Jahres alle Unterstützer, Geldgeber, ehrenamtliche Helfer und Freunde des Hauses einzuladen. So konnte die Leiterin des Hauses, Susanne Wagner, vergangene Woche wieder eine Vielzahl von Gästen zum Neujahrsempfang begrüßen, darunter Bürgermeister Ralf Hechler, Günther Cossmann vom CJD, Kreisjugendpflegerin Petra Brenk, Beigeordnete von Stadt und Verbandsgemeinde sowie den Landtagsabgeordneten Marcus Klein.
Der Empfang stand in diesem Jahr im Zeichen des Betreiberwechsels. Das Bildungs- und Sozialunternehmen „Christliches Jugenddorfwerk Deutschland“ (CJD), das seit 2013 Betreiberin des MGH war, zieht sich aus dem Haus zurück. Die Bürgerstiftung der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach „Bündnis für Familie“, die das Gebäude 2013 in Erbpacht von der Diözese Speyer übernahm, hat zum Jahreswechsel auch den Betrieb des MGH übernommen. Günther Cossmann, Fachbereichsleiter Finanzen beim CJD Rheinland-Pfalz, begründete den Rückzug mit der zunehmend schwierigeren Finanzierung des Hauses. So seien die Kosten für Unterhalt und Personal in den vergangenen 12 Jahren erheblich gestiegen, die Zuschüsse aber gleichgeblieben. Cossmann bedauerte das Ende der Zusammenarbeit und bedankte sich bei den Mitarbeitern des Hauses, bei Bürgermeister Ralf Hechler als Vorsitzender des Vorstandes der Bürgerstiftung und bei den vielen ehrenamtlichen Helfern für die langjährige gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Blick in den Saal des MGH

Worte des Dankes fand auch Bürgermeister Hechler, der dem CJD für die zurückliegenden Jahre dankte. Er erinnerte daran, dass das Haus 2012 kurz vor der Schließung gestanden habe und nur durch das Engagement des CJD gerettet werden konnte. Hechler zeigte Verständnis für die Entscheidung des CJD und äußerte sich zuversichtlich, den weiteren Betrieb des Hauses gewährleisten zu können, gemeinsam mit den Geldgebern Landkreis Kaiserslautern, der Stadt und der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, den Stadtwerken, der Bürgerstiftung Bündnis für Familien, der Stiftung Kolumbarium und der Stiftung der Sparkasse. Auch freue er sich, so Hechler, über jeden Euro an Spenden und an Förderung, die das Haus für seine Arbeit erhält. Um das Haus mit seinen wichtigen Angeboten und seiner wertvollen Arbeit auf Dauer tragen zu können, seien diese Gelder unverzichtbar.
Susanne Wagner hatte zu Beginn in ihrem Jahresrückblick in Wort und Bild über die vielfältigen Angebote und Veranstaltungen im vergangenen Jahr berichtet, von den monatlichen Seniorencafés über Vorträge und Konzerte bis zu den regelmäßigen Aktivitäten der zahlreichen Gruppen, die das Haus nutzen, wie die Line-Dancer, der Kirchenchor, die Kreisvolkshochschule oder der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) mit dem Babyladen. Regelmäßig ausgebucht sei auch die Kinderferienbetreuung im Frühjahr, Sommer und Herbst. Teenager-Kleiderbasar, Kreativkurse für Kinder, eine Hausaufgabenbetreuung für die Klassen 1bis 10, PC-Kurse Ü60 sowie das neu gegründete Repair-Café sind weitere Beispiele für die Nutzung der 20 Räume des Hauses. Daneben treffen sich Selbsthilfegruppen und verschiedene Beratungsangebote können genutzt werden.

Spendenübergabe

Frau Wagner zeichnete zusammen mit dem CJD zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit einer Dankurkunde und einem kleinen Präsent aus. Bevor der Abend beim gemeinsamen Essen ausklang, gab es für die Bürgerstiftung und das MGH noch eine stattliche Spende: Die Tochter des Miesenbacher Leierkastenspielers Billi Braun, Lisa Marie, übergab rund 1.120 Euro an Susanne Wagner und Ralf Hechler. Frau Braun hatte in Vertretung ihres Vaters an den Tagen vor Weihnachten vor dem Ramsteiner E-Center die Drehorgel gespielt und die Marktkunden um eine freiwillige Spende gebeten. Die Familie Braun unterstützt das MGH seit vielen Jahren mit gesammelten Spenden.