Neue Ausstellung im Docu Center Ramstein eröffnet


Das Ende der Winterpause und die Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Labor Service – Zwischen Zivil und Militär“ wurde am Samstag vergangener Woche, dem 21. März, am und im Docu Center Ramstein gefeiert. Dazu hatten Angehörige des Theater Logistics Support Center – Europe & Africa 6966th, Transportation Truck Terminal eigens einen Tieflader mit zwei militärische Humvee Geländefahrzeugen organisiert.

Marcus Klein, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach konnte zahlreiche Gäste begrüßen, darunter viele Ehemalige der zivilen Labor Service Einheiten der US-Armee. Klein betonte die nach wie vor große wirtschaftliche Bedeutung des US-Militärs für die Region. So beschäftigten die amerikanischen Streitkräfte rund 6.600 Personen in Rheinland-Pfalz und seien in der Regel ein attraktiver Arbeitgeber. Jens Pakenis, Leiter des Docu Center ging in seiner Einführung näher auf die Ausstellung ein, die sich der Geschichte und Gegenwart des Labor Service widmet. Die Einheiten gingen aus den Umbrüchen der Nachkriegszeit hervor und tragen bis heute zu den transatlantischen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA bei.

Plakat zur Ausstellung

Noch während des Zweiten Weltkrieges richteten die US-Streitkräfte den Military Labor Service ein. Die ersten Einheiten des Hilfsverbands bestanden aus „Displaced Persons“ – Personen, die infolge von Krieg und Vertreibung außerhalb ihrer Herkunftsorte lebten. Zunächst übernahmen sie Wachaufgaben für amerikanische Einrichtungen, Kriegsgefangene und inhaftierte NS-Verbrecher. Mit Beginn des Kalten Krieges veränderte sich ihre Funktion grundlegend: Im Kontext der Berlin-Blockade und der Luftbrücke entstanden die ersten deutschen Labor Service Units als organisatorische, technische und logistische Unterstützungseinheiten der amerikanischen Truppen.

Mit dem Deutschlandvertrag und der Gründung der Bundeswehr erfolgte eine institutionelle Neuordnung: Aus den LSU entwickelten sich die Civilian Support Organisations, die bis heute bestehen. Die Ausstellung beleuchtet diese Entwicklung im Spannungsfeld von zivilem Leben und militärischer Organisation und fragt zudem nach individuellen Lebenswegen und der besonderen Form deutsch-amerikanischer Zusammenarbeit. Musikalisch gestaltet wurde die Eröffnungsfeier von Manuel Distler mit Songs aus den 1960e und 1970er Jahren. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Juni geöffnet.