Einweihung der sanierten und erweiterten Feuerwache


Die leuchtend rote Farbe fällt sofort ins Auge. Dann liest man den Schriftzug „Feuerwehr Ramstein-Miesenbach“ mit dem bekannten Feuerwehr-Signet, das die Tätigkeitsfelder der Feuerwehrleute darstellt: Retten – Löschen – Bergen - Schützen. Spätestens jetzt erkennt jeder, dass hier in der Straße Auf der Pirsch in Ramstein die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach zuhause ist.

Außenansicht

Am 5. September 1980 wurde die Feuerwache eingeweiht. Am vergangenen Samstag, dem 25. April, fand die Einweihung der generalsanierten und erweiterten Feuerwache statt. Wehrleiter Matthias Hecktor hatte dazu die zahlreichen Ehrengäste, Firmenvertreter, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie die versammelten Wehrleute begrüßt. Mit einiger Verspätung, da die Feuerwehr noch zu einem LKW-Brand auf dem Autohof Ramstein gerufen wurde.

Man sei, so Hecktor, stolz auf die neue Feuerwache, die nicht nur ein neues Dach erhielt, sondern auch einer umfangreichen technischen und energetischen Sanierung unterzogen wurde. Auch wurde die Atemschutzwerkstatt erweitert und durch Aufstockung eine Atemschutzübungsstrecke eingerichtet, die auch den Feuerwehren der anderen Verbandsgemeinden zur Verfügung stehe. Diese hätten bereits eine Einweisung erhalten, so dass sie selbständig über deine Außentreppe die Übungsstrecke nutzen können. Hecktor bedankte sich bei der Verwaltung und dem Verbandsgemeinderat für die Bereitstellung der finanziellen Mittel, den beteiligten Firmen für die zügige Umsetzung und der eigenen Mannschaft für die tatkräftige Unterstützung der Sanierungsarbeiten.

Bürgermeister Ralf Hechler erinnerte in seinem Grußwort daran, dass im Bereich der früheren Pyramidendächer es immer wieder zu Problemen mit Wassereintritt gekommen sei. Deshalb wurden die Spitzdächer im Rahmen der Sanierungsmaßnahme zurückgebaut und ein neuer Dachstuhl aufgebracht sowie die Dachdämmung den heutigen Ansprüchen angepasst. Eine Photovoltaikanlage werde noch ergänzt. Mit rund 2,1 Millionen Euro sei fast eine Punktlandung bei den Kosten geglückt. Rund 440.000 Euro steuert das Land bei, mit rund 130.000 Euro beteiligt sich der Landkreis an der Atemschutzübungsstrecke, was auch Landrat Ralf Leßmeister in seinem Grußwort betonte, der den Feuerwehrleuten in Ramstein beste Rahmenbedingungen für ihre wichtigen und schwierigen Einsätze bescheinigte.

Fotocollage "Vorher - Nachher" als Geschenk

Drei Jahre lang sei das Projekt nach Angabe von Cal Kleemann vom Ingenieurbüro Franz & Vatter aus Ramstein akribisch geplant worden, zumal für die Aufstockung ein statisches Konzept erstellt werden musste. Nach eineinhalb Jahren unfallfreier Bauzeit zollte Kleemann allen beteiligten Firmen ein großes Kompliment für hervorragende Arbeit und lobte den angenehmen Umgang auf der Baustelle. Am Ende der Grußworte übernahmen Pfarrer Bernhard Schäfer und Pater Pious Paul Oroplackal das Wort und stellten das Gebäude unter den Schutz und Segen Gottes. Die Feuerwehrleute zeigten auf beispielhafte Weise, was es heißt, sich selbstlos für den Nächsten einzusetzen.

Die Einweihung der Feuerwache wurde mit einem „Blaulichtabend“ verbunden, zu dem die Bevölkerung eingeladen war. Viele Gäste nutzten an dem Abend die Gelegenheit, die Arbeit der Feuerwehr aus nächster Nähe kennenzulernen. Wer wollte, konnte sich selbst einmal am Feuerlöscher oder an der Rettungsschere ausprobieren. Spannende Einblicke gab es in die Atemschutzwerkstatt, die Einsatzzentrale und in die Arbeit der Multikoptereinheit. Und natürlich stand auch die Fahrzeughalle für alle Interessierten offen, was besonders bei den Kindern gut ankam.