Schüler des Reichswald-Gymnasiums zu Gast in Rota


„Die Woche war viel zu schnell vorbei!“ – Dieser Satz war am Ende des Erasmus+ Austausches zwischen dem Reichswald-Gymnasium Ramstein-Miesenbach und der spanischen Partnerschule IES Arroyo Hondo in Rota wohl am häufigsten zu hören. Gemeinsam verbrachten 14 deutsche und 14 spanische Schülerinnen und Schüler mit den betreuenden Lehrkräften Janine Würmell und Rena Spellmann von deutscher Seite und Emilia Sunico und Fernando Milan von spanischer Seite abwechslungsreiche Tage voller neuer Eindrücke, spannender Projektarbeit und unvergesslicher gemeinsamer Erlebnisse.

Der Austausch fand im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Ramstein-Miesenbach und Rota zum dritten Mal statt und wurde von beiden Seiten großzügig unterstützt. Dafür möchten sich Schüler und Lehrerinnen herzlich bei den beiden Bürgermeistern Ralf Hechler und José Javier Ruíz Arana bedanken. Am Montag wurde die Gruppe von Bürgermeister Javier Ruiz Arana herzlich im Castillo, dem Rathaus von Rota, empfangen. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler nicht nur einen freundlichen Empfang, sondern durften auch das beeindruckende historische Gebäude genauer kennenlernen.

Im Mittelpunkt des Austausches stand in diesem Jahr das Thema Umwelt und Natur in Rota. Besonders begeistert arbeiteten die Jugendlichen an einem gemeinsamen Umweltprojekt rund um die Bedeutung der Bienen für das Ökosystem. Mit viel Engagement legten die deutsch-spanischen Gruppen einen Bienengarten an und pflanzten verschiedene Samen ein, um einen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt zu leisten. Außerdem entstanden kreative und informative Poster zu unterschiedlichen Themen. Dabei wurde nicht nur gemeinsam gearbeitet und diskutiert, sondern auch viel gelacht – oft auf Deutsch, Spanisch und Englisch gleichzeitig.

Auch außerhalb der Schule lernten die Schülerinnen und Schüler die Natur rund um Rota kennen. Besonders eindrucksvoll war der Besuch der Corrales, einer traditionellen Anlage direkt am Meer. Dort erfuhren die Jugendlichen mehr über das empfindliche Ökosystem im Wasser und darüber, wie wichtig der Schutz maritimer Lebensräume ist. Die Mischung aus Lernen vor Ort und gemeinsamen Gesprächen machte diesen Ausflug für viele zu einem Highlight der Woche.

Deutsche und spanische Austauschschüler

Neben der Projektarbeit bot der Austausch auch spannende Einblicke in das spanische Schulsystem. Der Schulalltag wirkte auf viele deutsche Schülerinnen und Schüler lebhafter, offener und lauter als gewohnt. Schnell entstanden neue Kontakte, und die Gruppen verstanden sich von Tag zu Tag besser. Besonders schön war zu beobachten,wie selbstverständlich sich die Jugendlichen miteinander austauschten und voneinander lernten.

Natürlich durfte auch das Erkunden der Umgebung nicht fehlen. Gemeinsam wurden die Stadt Rota, die von spanischem und US-amerikanischem Militär genutzte Base Naval sowie die Nachbarstadt Cádiz besucht. Gleichzeitig blieb genügend Zeit, die spanische Kultur und Küche kennenzulernen. Auch das Wetter machte die Woche unvergesslich: Von strahlendem Sonnenschein und Sonnenbrand bis hin zu Sturm und Platzregen war alles dabei. Doch weder Wind noch Regen konnten die gute Stimmung der Gruppe trüben. Am Ende der Woche fiel der Abschied vielen sichtlich schwer.

Der Erasmus+ Austausch zeigt erneut, wie wichtig internationale Begegnungen für junge Menschen sind. Gemeinsames Lernen, kultureller Austausch und die Beschäftigung mit aktuellen Themen wie Umwelt- und Naturschutz verbinden – und schaffen Erinnerungen, die weit über eine Schulwoche hinaus bleiben. Die Teilnehmer bedanken sich herzlich bei dem Erasmus+-Konsortium der ADD für die erfolgreiche Zusammenarbeit und zuverlässige Unterstützung. Ein großes „Dankeschön“ geht an die spanischen Gastfamilien für die warmherzige Gastfreundschaft! Hasta la próxima!