Firmenbesuch bei Tischlerei WERKRAUM Hütschenhausen


Wie aus Holz, Raummaßen und den Vorstellungen der Kundinnen und Kunden maßgeschneiderte Einzelstücke entstehen, davon konnte sich Landrat Ralf Leßmeister bei seinem 64. Firmenbesuch überzeugen. Gastgeber war Tischlermeister Christoph Westrich, Inhaber der Tischlerei WERKRAUM in Hütschenhausen.

„Ich freue mich ganz besonders, dass mein 64. Firmenbesuch in meiner Heimatgemeinde Hütschenhausen stattfindet“, betonte Leßmeister. WERKRAUM stehe beispielhaft für echtes Handwerk, verbunden mit Innovation und moderner Fertigungstechnik.

Christoph Westrich gründete seinen Betrieb 2012. Nach mehreren gemieteten Standorten in der Region hat die Tischlerei seit rund drei Jahren ihren festen Sitz in Hütschenhausen. Die ehemalige Sägewerkshalle wurde 2024 gekauft und mit viel Eigenleistung umgebaut. Gleichzeitig investierte Westrich in moderne Maschinen und Anlagen.

Beim Rundgang präsentierte er unter anderem die Kantenanleimmaschine, die große Kreissäge und die Schleifanlage. Besonderes Interesse galt der modernen CNC-Technik. Mithilfe einer speziellen Software lassen sich Kundenprojekte zunächst detailliert am Computer planen und visualisieren, bevor die CNC-Maschine die einzelnen Bauteile mit hoher Präzision fertigt. Tischlermeister David Mudanjohl demonstrierte die digitale Planung und zeigte anhand eines aktuellen Auftrags, wie aus der virtuellen Planung ein konkretes Werkstück entsteht.

Zum Leistungsspektrum gehören neben dem Möbelbau auch Türen und Fenster, Holzfassaden und Verglasungen sowie Reparaturarbeiten. Hinzu kommen Innenausbauten von Bädern, Küchen und Wohnbereichen, Bodenlegearbeiten, Zimmertüren, Dachgeschossausbau und Trockenbau. Beratung, Planung, Produktion, Transport und Montage erfolgen aus einer Hand.

Eine weitere wichtige Säule ist die Sanierung von Brand- und Wasserschäden. Hier arbeitet WERKRAUM für zwei bundesweit tätige Unternehmen und übernimmt Aufträge in Rheinland-Pfalz und dem Saarland – teilweise in einem Radius von rund 150 Kilometern.

Inzwischen beschäftigt der Betrieb sechs Mitarbeiter, darunter einen Meister und fünf Gesellen. Ein weiterer Geselle wird zum 15. September das Team verstärken. Auch die Weiterbildung wird großgeschrieben: Einer der Mitarbeiter absolviert derzeit berufsbegleitend eine Aufstiegsfortbildung zum Holztechniker. Ein eigenes Holzlager und eigener Holzzuschnitt tragen dazu bei, Lieferwege kurz zu halten. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen für seine Mitarbeiter und unterstützt regionale Sportvereine und soziale Einrichtungen.

Ein Thema beim Firmenbesuch war auch die Nachwuchsgewinnung. In diesem Jahr konnte WERKRAUM leider keinen Auszubildenden gewinnen. Dennoch möchte der Betrieb weiterhin jungen Menschen den Einstieg ins Handwerk ermöglichen und bietet regelmäßig Schülerinnen und Schülern aus der Region Praktikumsplätze an. „Wichtig ist vor allem, dass jemand Spaß und Freude am Handwerk mitbringt“, so Westrich.

Ralf Hechler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, hob die Bedeutung des Unternehmens für die Region hervor. Es sei wichtig, dass Wertschöpfung vor Ort stattfinde und Gewerbebetriebe in der Region sichtbar seien. Auch Ortsbürgermeister Achim Wätzold begrüßte die Entwicklung des Unternehmens am Standort Hütschenhausen und sagte Unterstützung bei der geplanten Beschilderung des Firmengeländes zu.

Am Firmenbesuch nahmen auch Dr. Philip Pongratz, Geschäftsführer der WFK, sowie Torsten Lenhart, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, teil.