Startschuss für den Neubau der Kläranlage in Reuschbach


Mit dem offiziellen Start der Bauarbeiten für den Neubau einer SBR-Kläranlage im Ortsteil Reuschbach wurde in der vergangenen Woche ein weiterer wichtiger Schritt für die Abwasserentsorgung in der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach gemacht. Mit einem Investitionsvolumen von rund 5,4 Millionen Euro handelt es sich um das derzeit größte Einzelprojekt der Verbandsgemeinde. Die Baugrube für die neue Anlage war bereits in den vergangenen Wochen ausgehoben worden.

Ziel der Baumaßnahme ist es, die im Jahr 1989 in Betrieb genommene Teichkläranlage zu ersetzen, da diese nicht mehr dem Stand der Technik entspricht und mittlerweile erhöhte Anforderungen an die Abwasserreinigung gestellt werden.

Zum Einsatz kommt eine sogenannte SBR-Anlage (Sequencing Batch Reactor). Dabei handelt es sich um eine vollbiologische Abwasserreinigungsanlage, bei der die einzelnen Reinigungsprozesse zeitlich nacheinander in einem Becken ablaufen. Die biologische Reinigung und die anschließende Nachklärung erfolgen dabei im gleichen Becken. Das Verfahren ermöglicht eine moderne und effiziente Behandlung des Abwassers und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz.

Die Planungen für das Projekt reichen bereits mehrere Jahre zurück. Schon im Jahr 2016 wurden Fördermittel beantragt. Die ursprünglich kalkulierten Baukosten von rund 3,8 Millionen Euro sind inzwischen auf etwa 5,4 Millionen Euro gestiegen. Diese erhebliche Kostensteigerung stellt eine große finanzielle Herausforderung dar. Dennoch ist die Investition angesichts der notwendigen Verbesserung der Reinigungsleistung und der damit verbundenen Anforderungen an den Gewässerschutz unumgänglich.

Im Rahmen des offiziellen Baustarts begrüßte Bürgermeister Ralf Hechler die Vertreter der beteiligten Baufirmen sowie die anwesenden Vertreter des Verbandsgemeinderates und des Ortsgemeinderates. Er ordnete das Vorhaben in seiner Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Verbandsgemeinde ein und bezeichnete den Baubeginn als einen historischen Schritt für die örtliche Abwasserentsorgung in Reuschbach.

Im Anschluss erläuterte der Leiter des Kanalwerks, Steffen Harth, die technischen Hintergründe und die Funktionsweise der geplanten Anlage. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung das Projekt für eine leistungsfähige und zukunftssichere Abwasserreinigung hat.

Der Abschluss der Bauarbeiten und die Inbetriebnahme der neuen Kläranlage in Reuschbach sind für Dezember 2027 vorgesehen. Im Anschluss soll die bisherige Teichkläranlage schrittweise zurückgebaut werden.